Go Ninja

Früher unter den Namen „Ultimate Naruto“ und „Unlimited Ninja“ läuft das inoffizielle Spiel zur Anime-Serie „Naruto“ gegenwärtig unter dem Namen Go Ninja. Ich habe mir das kostenlose Anime-Browser-Rollenspiel mal genauer angeschaut und verrate euch, ob sich der Einstieg in die Welt der Ninjas auch lohnt!

Go NinjaDer Beginn des Spiels wird mit einer traurigen Note gestartet: Der Anführer und das zugleich weiseste Mitglied des Dorfes Konoha ist verstorben und hinterlässt somit eine Lücke, die es zu schließen gilt. Hier komme ich als Spieler zum Tragen, denn als mutiger Kämpfer gilt es die Spielwelt zu erkunden, Missionen zu lösen und dunkle Kreaturen zu bezwingen, die sich in geheimnisvollen Dungeons aufhalten. Alleine bin ich dabei aber nie unterwegs, denn das Alleinstellungsmerkmal des Spiels sind die Tiere, die sich fangen lassen. Auf der Reise durch die Spielwelt treffe ich dabei auf bekannte Charaktere des Animes wie Naruto selbst oder auch Sakura.

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Go Ninja – 3 Klassen, verschiedene Stile

Zu Beginn von Go Ninja entscheide ich mich dabei für eine aus drei verschiedenen Heldenklassen. Hierbei ist zu beachten, dass lediglich das Geschlecht, nicht aber das Aussehen beeinflusst werden kann. Die drei Klassen unterscheiden sich dabei in ihrem Kampfstil (Ninj-Jutsu, Tai-Jutsu und Gen-Jutsu) und nutzen dementsprechend ganz andere Hauptattribute, zu denen unter anderem Trefferwertung, Geist, Kritischer Treffer und so weiter und so fort, gelten.

Der Spieleinstieg ist dabei sehr angenehm und verschiedene Tutorials erleichtern mir die ersten Schritte in Go Ninja. Recht früh wird aber deutlich, dass die meisten Quests nach Schema F ablaufen und wenig Abwechslung bieten. Der Grind, wie sollte es anders sein, steht dabei im Vordergrund. Der Titel bietet aber im Gegenzug allerhand Events, Dungeons und so weiter und so fort, um diesen Nachteil zumindest etwas zu kaschieren. Bossgegner sowie sogenannte Trainingsproben erfordern dabei, meine Künste stets unter Beweis zu stellen.

Das Kampfsystem läuft rundenbasiert ab, wodurch ausgeklügelte Strategien keine schlechte Idee sind, um zumindest gegen die (Zwischen-)Bosse nicht allzu alt auszusehen. Die normalen Feinde lassen sich auch automatisch zumeist problemlos erledigen. Eine kleine Besonderheit des Spiels sind dabei die sogenannten Formationen. Es wird dabei in die Hauptfront, Vorhut und Nachhut unterschieden und je nachdem, wie gut ich meine maximal fünf Recken positioniere, erhalte ich verschiedene Boni.

Sobald Stufe 20 erreicht wird, lassen sich auch Tiere zähmen, die fortan als Haustiere mitgenommen werden können. Die kleinen Dinger steigen dabei ebenfalls im Level auf und lernen verschiedene Talente, die im Kampf gegen die ganzen Monster natürlich sehr hilfreich sein können. Mit der gesammelten Ausrüstung und den sogenannten Jade-Steinen kann ich zudem meine Ausrüstung auf den aktuellen Stand bringen – diese bestimmt nämlich die Kampfkraft. Je höher diese ist, desto leichter gewinne ich Kämpfe gegen Monster und andere Spieler.

Überdies gibt es noch ein Gilden-System. Damit ist es unter anderem möglich, gegen andere Gilden in einem Wettbewerb anzutreten. Ein Ranglisten-System sorgt dabei immer wieder für Ansporn, um andere Teams herauszufordern. Leider ist bei den PvP-Gefechten aber nur die Kampfkraft der entscheidende Faktor, ob eine Auseinandersetzung gewonnen oder verloren wird. Optisch macht Go Ninja einen recht guten Eindruck und kann das Flair und den Charme von Naruto durchaus ordentlich rüberbringen.

Zum Schluss möchte ich noch einige Worte zum Shop-System verlieren, denn das stieß mir im Rahmen des Tests besonders negativ auf. Dass zahlende Spieler natürlich irgendwelche Vorteile genießen sollen, ist nicht verwerflich. Dass es verschiedene VIP-Stadien gibt (insgesamt zehn) ist ebenfalls ein Standard in dem Business. Dass aber die Vorteile so krass sind, ist hingegen schon unverschämt. Nicht nur lassen sich gegen Bares sehr viel stärkere Gegenstände kaufen, auch die Coupons für VIP-Mitglieder sorgen für eine gewisse Fehlbalance innerhalb des Spiels, durch die verschiedene Mechanismen ausgehebelt werden.

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[blockquote cite=”Adam”]Eigentlich ist Go Ninja kein schlechtes Spiel. Es ist im Kern sogar ziemlich gut, doch die Vorteile zahlender Kunden machen das Gesamte Prinzip hinfällig. Wozu soll ich mir die Mühe machen und langwierig Gegenstände erspielen, wenn ich auch einfach 100 Euro hinlegen kann und dann ohnehin bessere Ausrüstung bekomme? Das ist insbesondere deswegen so ärgerlich, weil die Dungeons ganz cool sind, die Kämpfe durchaus Spaß machen und die verschiedenen Systeme gut einander greifen. Auch die Idee mit den Haustieren fügt sich gut ins Gesamtbild ein. Etwas schade ist dagegen, dass sich neue Items nicht optisch bemerkbar machen und es sehr viele Übersetzungsfehler gibt.

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